"Recht als Wissenschaft"
Rheinische Graduiertenschule
Rheinisch-Westfälische Graduiertenschule
Rechtshistorische Graduiertenausbildung in Bonn, Köln und Münster
Überall mehren sich die Anzeichen, dass die Wissenschaftlichkeit des Rechts in Gefahr ist: Die bereits seit langem betriebene Schwächung der Grundlagenfächer geht mit der neuen Juristenausbildung einher mit der Uminterpretation des Faches in eine Rechtskunde, deren neue Grundlagenfächer die Internet-Recherche und Teamfähigkeit sind. Mit der Gefahr der BA/MA-Ausbildung auch in der Jurisprudenz droht es, dass der Einheitsjurist als Bildungsziel und damit die Grundlage der deutschen Rechtsordnung aufgegeben wird.
Um das Maß der Gefährdung zu ermitteln, haben sich Rechtshistoriker aus den rheinischen Universitäten zusammengeschlossen. Im Rahmen der rechtshistorischen Graduiertenausbildung soll der Bedeutung der Wissenschaftlichkeit des Rechts in seinen historisch unterschiedlichen Ausformungen nachgespürt werden.
Es sind folgende Kollegen mit ihren besonderen Tätigkeitsschwerpunkten beteiligt:
- Prof. Dr. iur. Martin Avenarius, Köln
Antike - Privatrechtsgeschichte - Prof. Dr. iur. Hans-Peter Haferkamp, Köln
Neuzeit - Privatrechtsgeschichte - Prof. Dr. phil. Eberhard Isenmann, Köln
Mittelalter - Stadtrechtsgeschichte - Prof. Dr. iur. Nils Jansen, Münster/Westfalen
Neuzeit - Rechtstheorie - Prof. Dr. iur. Peter Oestmann, Münster/ Westfalen Neuzeit - Privatrechtsgeschichte
- Prof. Dr. Sebastian Lohsse, Münster/Westfalen Römisches Recht
- Prof. Dr. iur. Martin Schermaier, Bonn
Antike - Privatrechtsgeschichte - Prof. Dr. iur. Mathias Schmoeckel, Bonn
Mittelalter - Prozessrechtsgeschichte
Seit dem Wintersemester 2004/05 gibt es als ersten Schritt ein gemeinsames Doktorandenseminar, das dreimal im Jahr tagt.
Die nächste Sitzung der Graduiertenschule findet am 21./22. Juni 2013 in Köln (Prof. Dr. Martin Avenarius und Prof. Dr. Hans-Peter Haferkamp) statt.
Dissertationsthemen der teilnehmenden Doktoranden


