Möglichkeiten nach dem Bachelor

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Wie geht es nach dem Bachelor-Abschluss weiter?

Unsere Absolvent*innen werden in den Berufsfeldern gesucht sein, die rechtsökonomische Erkenntnisse und Methoden voraussetzen und deren Anwendung in der beruflichen Praxis erfordern. Unter anderem sind Absolvent*innen in folgenden Bereichen tätig:

  • in Unternehmen an der Schnittstellen von Betriebswirtschaft und Recht
  • in der Bundesverwaltung, insbesondere in Regulierungs- und Wettbewerbsbehörden (Bundeskartellamt, Bundesnetzagentur, Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht)
  • in der Verwaltung auf europäischer Ebene (z.B. Generaldirektion Wettbewerb)
  • im Bereich der Politikberatung auf nationaler sowie europäischer Ebene (z.B. Monopolkommission)

An den Bachelorstudiengang lassen sich folgende weiterführende Studiengänge unmittelbar anknüpfen.

  • RECHTSWISSENSCHAFT (Staatsexamen, LL.M.)
  • WIRTSCHAFTSWISSENSCHAFTEN (B.Sc., Master)

Eine Übersicht über die wirtschaftswissenschaftlichen Masterprogramme an deutschsprachigen Hochschulen finden Sie hier.

Eine Übersicht über die LL.M.-Programme an deutschsprachigen Hochschulen finden Sie hier.

Masterstudiengänge unserer Absolventen

Übergang in das Studium der Rechtswissenschaft

Nach dem Bachelor-Abschluss besteht die Möglichkeit zum Übergang in den Studiengang Rechtswissenschaft an der Universität Bonn.

Eine Übersicht zu den fehlenden Leistungen beim Übergang in den Staatsexamensstudiengang finden Sie hier.

Unter Anrechnung von juristischen Veranstaltungen des Bachelor-Studienganges können dessen Absolventen ihre Ausbildung bei erfolgreichem Verlauf innerhalb von vier Semestern bis zur ersten juristischen Staatsprüfung fortführen.

Im Anschluss an diese Prüfung können Absolventen den juristischen Vorbereitungsdienst ("Referendariat") leisten und bei erfolgreicher Ablegung der zweiten juristischen Staatsprüfung Zugang zu allen "klassischen" juristischen Berufen erlangen.

Eine Promotion zum Dr. iur. ist bereits nach Ablegung der ersten Staatsprüfung möglich.

Anrechnung für den Schwerpunktbereich Jura

Schwerpunktbereiche im Jurastudium

Wer sich für einen Wechsel in den Staatsexamensstudiengang Rechtswissenschaft entscheidet, muss dort für die erfolgreiche Ablegung der ersten juristischen Prüfung (früher: erstes Staatsexamen) neben der staatlichen Pflichtfachprüfung auch einen Schwerpunktbereich wählen und dort sechs Klausuren und eine Seminararbeit schreiben (Bonner Regelung, andere Universitäten haben andere Schwerpunktbereichsordnungen).

Grundsätzlich sind Sie frei bei der Wahl Ihres Schwerpunktbereiches (Beschluss des Prüfungsausschusses Jura vom 28.10.2015). Insgesamt bietet der Fachbereich Rechtswissenschaft zehn verschiedene Schwerpunktbereiche an.

Wer für den Übergang zum Jurastudium eine Einstufungsempfehlung benötigt, muss dann dafür eine ergänzende verbindliche Erklärung darüber abgeben, welchen Schwerpunktbereich er wählt, damit für die Einstufung auch die richtigen Leistungen angerechnet werden können.

Wer sich zum ersten Fachsemester Jura bewirbt und schon auf diesem Weg einen Studienplatz erhält, benötigt für die Einschreibung zunächst keine Einstufungsempfehlung. Diese ist allerdings für die später zu erfolgende Höherstufung erforderlich und muss dann im Laufe des ersten Jurasemesters beim Prüfungsamt Jura (pruefungsamt(at)jura.uni-bonn.de) beantragt werden.

Fachgebundener Wahlpflichtbereich Rechtsökonomie

Im Wahlpflichtbereich "Rechtsökonomie" (5. Semester) müssen Sie insgesamt drei Leistungen (jeweils 6 Leistungspunkte) erbringen. Es stehen Ihnen vier juristische, zwei ökonomische Lehrveranstaltungen sowie ein Proseminar zur Auswahl.

Eine spätere Anrechnung für den Schwerpunktbereich im Hauptfachstudiengang Rechtswissenschaft ist möglich für den Schwerpunktbereich 3 im Jurastudium bei folgenden Veranstaltungen:

  • "Gesellschaftsrecht und Ökonomie"
  • "Geistiges Eigentum und Ökonomie"
  • "Kartellrecht und Ökonomie"
  • "Zivilrecht und Ökonomie"
  • "International Banking and Financial Law"

Voraussetzung ist, dass die Veranstaltung mit einer 120 - 180 Minuten dauernden bestandenen Abschlussklausur nachgewiesen werden kann.

Das Proseminar wäre grundsätzlich in allen Schwerpunktbereichen anrechenbar. Kritisch ist eine Anrechenbarkeit lediglich für reine VWL-Proseminare. Im Zweifel wenden Sie sich an das Prüfungsamt Jura (pruefungsamt(at)jura.uni-bonn.de).

Anrechenbarkeit der fünf juristischen Klausuren

KlausurAnrechenbar für folgende Schwerpunkte (SPB)
Gesellschaftsrecht und ÖkonomieSPBe 2, 3
Geistiges Eigentum und Ökonomie SPB 3
Katellrecht und ÖkonomieSPBe 2, 3, 5, 7, 8
Zivilrecht und ÖkonomieSPBe 1, 3
International Banking and Financial Law SPBe 2, 3, 5

Anrechenbarkeit bei Zweit- und Drittversuchen

Für den Bachelorstudiengang Law and Economics gilt: Alle Prüfungen müssen spätestens im dritten Anlauf bestanden sein. Bei Nichtbestehen einer Prüfung kommt es zu Zweit- und Drittversuchen.

Im Schwerpunktbereich Jura muss aus den sechs Klausuren des Schwerpunktbereichs nur eine durchschnittliche Mindestpunktzahl erreicht werden. Einzelne Klausuren dürfen auch nicht bestanden sein.

Um keinen unerwünschten Verbesserungsversuch im Schwerpunktbereich zu schaffen, gilt daher für das Anrechnungsverfahren bei einem Übergang von Law and Economics zu Jura, dass der jeweils 1. Versuch bwz. der 1. Prüfungstermin für die Anrechnung relevant ist. Dies betrifft folgende Prüfungen:

  • Gesellschaftsrecht und Ökonomie
  • Zivilrecht und Ökonomie
  • Kartellrecht und Ökonomie
  • Geistiges Eigentum und Ökonomie
  • International Banking and Financial Law

Anrechenbarkeit ausländischer Prüfungsleistungen auf Bonner Schwerpunktbereiche

Im Ausland erbrachte Prüfungsleistungen, die später für einen Schwerpunkt im Rahmen des Jurastudiums in Bonn angerechnet werden sollen, müssen, bevor sie abgelegt werden, verbindlich beim Prüfungsamt Jura angemeldet werden. Dies ist erforderlich unabhängig davon, ob der Studierende bei Ablegung der Prüfung im Ausland schon in Bonn für Jura eingeschrieben ist oder nur einen späteren Wechsel in den Staaatsexamensstudiengang Recht in Bonn beabsichtigt.

Übergang in das Studium der Wirtschaftswissenschaften

Master in Economics (M.Sc.):

Nach Abschluss des Bachelors besteht die Möglichkeit, einen Master zu erlangen, z.B. im Rahmen des Masterstudiengangs Economics an der Universität Bonn. Wird im Anschluss ein Masterstudiengang beabsichtigt, müssen neben dem Bachelorstudium drei weitere volkswirtschaftliche Veranstaltungen außerhalb des Curriculums absolviert werden. Ab dem vierten Semester tritt dann jeweils eine wirtschaftswissenschaftliche Veranstaltung hinzu. Zu diesen Veranstaltungen zählen „Grundzüge der VWL: Makroökonomik“, „Makroökonomik A“ sowie „Makroökonomik B“.

Ein Besuch der zusätzlichen Veranstaltungen ist nur bei sehr hohem Aufwand ohne eine Verlängerung der Regelstudienzeit möglich. Folgende 10 Lehrveranstaltungen zählen unter anderem als Zulassungsvoraussetzung:

im curriculum integriert:

„Mathematische Methoden A“, „Statistik A“, „Grundzüge der VWL“, „Mikroökonomik A“, „Grundzüge der Statistik B“, „Mikroökonomik B“, „Mathematische Methoden B“

als extracurriculare:

„Makroökonomik A“, „ Makroökonomik B“

Der erfolgreiche Abschluss des Moduls „Mathematische Methoden B“ ist zwingende Voraussetzung für den Master in Economics. Um das Modul „Mathematische Methoden B“ wiederum wählen zu können, bedarf es der vorherigen Wahl des Moduls „Grundzüge der Statistik B“ im Rahmen von „Rechtsökonomie-Vertiefung“.

Erste Informationen zu dem Masterstudiengang und den Bewerbungsmodalitäten finden Sie hier.

Neben dem Masterstudiengang Economics an der Universität Bonn können auch andere Masterstudiengänge an zahlreichen deutschen und internationalen Hochschulen absolviert werden. Eine Übersicht über konsekutive Programme im deutschsprachigen Raum, die an den Bachelor Law and Economics angeschlossen werden können, finden Sie hier.

Doktorandenprogramm an der Bonn Graduate School of Economics (BGSE):
Hervorragende Absolventen des Bachelor-Studienganges können sich auch unmittelbar für ein wirtschaftswissenschaftliches Promotionsstudium an der Bonn Graduate School of Economics (BGSE) bewerben. Der erfolgreiche Abschluss dieses Ausbildungsganges führt zum Grad eines Dr. rer. pol. (PhD äquivalent). Auch für eine Bewerbung bei der BGSE müssen während des Bachelorstudiengangs zusätzliche ökonomische Veranstaltungen absolviert werden. Sie entsprechen den Veranstaltungen, die für einen Wechsel in den Master Economics erforderlich sind. Informationen zur BGSE und zu den Bewerbungsmodalitäten finden Sie hier.

Hinweis:
Bitte beachten Sie, dass es sich bei dem Bachelorstudiengang Law and Economics um einen rechtswissenschaftlichen Abschluss handelt. Entsprechend wird die Abschlussnote des Bachelors in juristischen Noten angegeben. Für diejenigen, die einen nicht-juristischen Masterabschluss anstreben, kann die Note entsprechend umgerechnet werden. Die Umrechnungstabelle finden Sie hier in der Prüfungsordnung Law and Economics vom 16.06.2012.

Werdegänge von Absolvent*innen

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Übergang ins Jurastudium

Absolvent des Jahrgangs 2013/14

„Ich gehöre zu einem der ersten Jahrgänge des Studiengangs. Ab dem 5. Semester habe ich eine Tätigkeit als studentische Hilfskraft an einem juristischen Lehrstuhl aufgenommen und mich zu diesem Zeitpunkt auch schon parallel in den Studiengang "Rechtswissenschaft" an der Universität Bonn eingeschrieben. Nach Abschluss des Studiums in "Law and Economics" setzte ich das Jurastudium fort und arbeitete weiterhin als wissenschaftliche Hilfskraft. Etwa 2,5 Jahre nach Abschluss des Bachelorstudiums erfolgte die Ablegung der staatlichen Pflichtfachprüfung im Rahmen der ersten Prüfung. Ein weiteres halbes Jahr später beendete ich das Jurastudium mit Abschluss des universitären Schwerpunktbereichsstudiums. Danach nahm ich eine Tätigkeit als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an einem Zivilrechtlichen Lehrstuhl auf, wo ich gleichzeitig promoviere.“

Auslandsaufenthalt in Australien und Übergang ins Jurastudium

Absolvent des Jahrgangs 2015/16

„Noch im Rahmen des Bachelorstudiengangs habe ich ein selbstorganisiertes Auslandssemester in Australien absolviert, als Alternative zu einem Auslandsaufenthalt zwischen dem Bachelor und einem Folgestudium. Im Anschluss an den erfolgreichen Abschluss des Bachelors habe ich danach nahtlos mit dem Jurastudium in Bonn fortsetzen können. Die bereits im Bachelor absolvierten juristischen Klausuren, insbesondere für den Schwerpunkt, erlaubten eine zügige Vorbereitung auf das 1. Staatsexamen. Für mich war es dabei hilfreich, mir zunächst zwei Semester für wichtige Hauptstudiumsklausuren, insbesondere im Verwaltungsrecht und den zivilrechtlichen Nebengebieten, zu nehmen, bevor ich mit dem Repetitorium begonnen habe. So konnte ich auch die Übungen und die restlichen Schwerpunktprüfungen noch zuvor ablegen.“

LL.M. in Rotterdam und Übergang ins Jurastudium

Absolventin des Jahrgangs 2015/16

„Ich habe im April 2019 meinen Bachelor absolviert und bin im September in die Niederlande gegangen, um an der Erasmus Universität Rotterdam meinen LL.M. in Commercial and Company Law zu beginnen. In ganz Rotterdam sowie auf dem Campus herrscht eine sehr internationale Atmosphäre und die meisten sprechen hier fließend Englisch (meistens auch noch Deutsch). Im niederländischen Studentenleben sind Organisationen und Vereinigungen sehr präsent und man findet auf jeden Fall etwas, wo man sich engagieren kann. So war ich zum Beispiel die Präsidentin der Trade and Transport Law Association (TTLA), einer Studentenvereinigung zum Handels- und Transportrecht, die für die internationalen LL.M.-Studenten und vor allem die Studenten aus meinem Studiengang zuständig ist. Ins Ausland zu gehen und auf Englisch zu studieren ist eine Erfahrung, die ich jedem wirklich nur empfehlen kann. Nach erfolgreichem Abschluss bin ich zurück nach Bonn gekommen, um Jura zu studieren.“

LL.M. an der Fernuniversität Hagen

Absolventin des Jahrgangs 2013/14

„Nach dem Bachelorstudium in Bonn habe ich direkt mit dem „Master of Laws“ an der Fernuniversität Hagen begonnen und diesen - neben einer Teilzeit-Anstellung als Portfolioadministratorin für Alternative Investments - abgeschlossen. Seit Abschluss des Masterstudiums arbeite ich bei der Sparkassenstiftung für internationale Kooperation und bin in der Ukraine, in Kiew, tätig. Hier arbeite ich in einem Projekt der internationalen Entwicklungszusammenarbeit. Nach Abschluss des Masterstudiums hatte ich diverse Angebote für Anstellungen als Wirtschaftsjuristin, habe mich aber für den beschriebenen Berufsweg entschieden.“

Bachelor und Master in VWL in Bonn sowie Auslandsaufenthalt in den USA

Absolvent des Jahrgangs 2013/14

„Während des Studiums im Fach Law and Economics absolvierte ich ein Praktikum bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) im Bereich Finanzmarktanalyse und Finanzmarktökonomie. Im Anschluss an den Bachelor in Law and Economics studierte ich zusätzlich den Bachelor in Volkswirtschaftslehre an der Universität Bonn und schloss ihn nach 1,5 Jahren erfolgreich ab. Während dieser Zeit verbrachte ich ein Auslandsemester an der University of Florida im Rahmen des Direktaustauschprogramms der Universität Bonn. Nachdem ich den Master in Economics an der Universität Bonn absolviert hatte, habe ich nun eine Trainee-Stelle im Bereich Regulatory Affairs im Bankenwesen angetreten.“

Master in VWL in Osnabrück

Absolventin des Jahrgangs 2014/15

„Während meines Bachelorstudiums in Bonn merkte ich relativ schnell, dass mein Interesse mehr dem ökonomischen Bereich gilt und so habe ich den Großteil meines Wahlpflichtbereichs auch entsprechend gestaltet. Nach Abschluss des Bachelors habe ich mich für mehrere Masterstudiengänge beworben. An den Universitäten in Duisburg-Essen, Münster und Osnabrück habe ich mich ganz klassisch für einen Master in Volkswirtschaftslehre beworben. Darüber hinaus auch für Gesundheitsökonomik in Duisburg-Essen bzw. für Economic Policy Consulting in Bochum und International Economic Policy in Würzburg. Mit Ausnahme des VWL Masters an der Universität Duisburg-Essen hätte ich, zum Teil nach Hochrutschen auf der Warteliste, jeden Masterstudiengang antreten können, habe mich jedoch für den Master in VWL an der Universität Osnabrück entschieden.“

Master of Arts in Sussex (UK)

Absolventin des Jahrgangs 2016/17

„Während des Bachelors absolvierte ich zwei Praktika, eines bei der Deutschen Botschaft in Sofia und das andere bei der Tierrechtsorganisation PETA. Meine Bachelorarbeit hatte einen VWL-Schwerpunkt und auch zuvor habe ich im Wahlpflichtbereich hauptsächlich VWL Module gewählt. Derzeit mache ich einen Master of Arts an der University of Sussex (UK) in Migration Studies, welcher im Bereich Politik, Soziologie, Recht und Anthropologie angesiedelt ist, immer mit Bezug auf Migrationsfragen. Ich habe die Chance etwas zu studieren, was ich für mich persönlich sehr wichtig finde und wofür ich mich begeistern kann. Außerdem hilft mir mein Vorwissen aus dem Bachelor, trotz des Fachwechsels, sehr.“