Forschung
Übersicht der Forschungsprojekte
Forschungsprojekte 2025
"AUTO-MIN" zur Autonomie Minderjähriger in analogen und digitalen Sphären, Förderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft seit 2025
Forschungsprojekte 2023-2024
"Kinder und ihre Eltern im Recht. Eine europäische Perspektive", Förderung durch die Volkswagen-Stiftung im Rahmen der Förderinitiative "Opus Magnum"
Forschungsprojekte 2012-2014
"COMPRES - Justifications et modalités des formes de compensation économique après divorce", Réseau de droit comparé, Förderung durch die Agence Nationale de la Recherche (Frankreich)
Forschungsprojekte 2010-2012
Forschungsprojekte 2008-2009
„Die europäische Ehe - Konsensuale und alternative Konfliktlösungen für transnationale Partnerschaften“
Ziel des Forschungsprojekts ist es, mit dem neuen Rechtsinstitut der Europäischen Ehe einen Beitrag zu leisten, konsensuale Konfliktlösungen in transnationalen Partnerschaften zu fördern. Scheidungs- und Scheidungsfolgenrecht als Kernstück des Optionsmodells sind nicht nur in materiellrechtlicher, sondern auch in verfahrensrechtlicher Hinsicht so auszugestalten, dass einvernehmliche Regelungen in allen Phasen des familiären Konflikts begünstigt werden: Es muss frühzeitig auf eine möglichst umfassende Einigung über die Scheidungsfolgen hingewirkt, Vereinbarungen über Scheidungsfolgen müssen grenzüberschreitend anerkannt und durchgesetzt sowie bei Änderung der Verhältnisse unter Umständen angepasst werden können. Eine zentrale Funktion kommt hierbei nach Umsetzung der Mediationsrichtlinie der Implementation von Mediationsverfahren zu. Ferner könnte die Eröffnung von Schiedsgerichtsverfahren hinsichtlich bestimmter Scheidungsfolgen den Bedürfnissen transnationaler Paare vor allem in komplexeren Verfahren Rechnung tragen. Ziel der geplanten rechtsvergleichenden Arbeiten zum Scheidungsverfahren sowie zu Mediation und Schiedsgerichtsbarkeit in Familiensachen ist zudem, allgemein die Möglichkeiten auszuloten, die alternative Mechanismen der Konfliktlösung in familiären Streitigkeiten und insbesondere in grenzüberschreitenden Konflikten bieten.
„Familienrechtliche Ausgleichssysteme nach Scheidung und Trennung“
Förderung durch die Fritz Thyssen Stiftung von 2008-2009
Ziel des Forschungsprojekts ist es, neue familienrechtliche Ausgleichssysteme für den Fall der Scheidung oder Trennung zu entwickeln, die der gewandelten Lebenswirklichkeit besser gerecht werden. Das geltende deutsche Recht kennt im Wesentlichen Unterhalt, Zugewinn- und Versorgungsausgleich als Instrumente, die bei Scheidung einer Ehe einen vermögensrechtlichen Ausgleich erlauben. Nach Trennung eines unverheirateten Paars gewährt das geltende Recht dagegen selbst dann keine vergleichbaren Ansprüche, wenn dieses mit gemeinsamen Kindern zusammen gelebt hat. Die bestehenden Ausgleichssysteme lassen eine kohärente Konzeption vermissen. Vor allem aber tragen sie den veränderten gesellschaftlichen Verhältnissen nicht mehr hinreichend Rechnung. Viele ausländische Rechtsordnungen sehen heute grundlegend andere Ausgleichsinstrumente bei Scheidung oder Trennung vor, die dem verbreitet zu verzeichnenden Wandel der familialen Lebensformen und Aufgabenverteilungen eher gerecht werden. Auf der Grundlage einer rechtsvergleichenden Analyse soll ein neues Instrumentarium des familienrechtlichen Ausgleichs entwickelt werden, das nicht nur den gegenwärtigen gesellschaftlichen Verhältnissen in Deutschland besser entspricht, sondern auch angesichts künftiger Veränderungen sachgerechte Lösungen ermöglicht.
Forschungsprojekte 2007-2009
„Die Europäische Ehe – ein optionales Instrument im europäischen Familienrecht“
Förderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft von 2007 - 2009
Ziel des Forschungsprojekts ist die Entwicklung eines neuen Rechtsinstituts „Europäische Ehe“, das Paaren, deren Ehe einen grenzüberschreitenden Bezug aufweist, ein einheitliches Sachrecht zur Verfügung stellt. Eine solche Ehe könnte im gesamten Geltungsbereich der Regelung unter denselben Voraussetzungen geschlossen, geführt und aufgelöst werden. Ihr Bestand und ihre Wirkungen sind damit unabhängig von einer späteren Verlegung des Wohnsitzes. Durch Schaffung einheitlichen materiellen Familienrechts für grenzüberschreitende Sachverhalte wird den Schwierigkeiten begegnet, die die gegenwärtig bestehende Rechtsvielfalt für Ehepaare bewirkt, deren Beziehung aufgrund ihrer Staatsangehörigkeit oder ihres Aufenthalts einen Auslandsbezug aufweist. Die europäische Ehe könnte in Form eines Optionsmodells von den Ehegatten gewählt werden. Einheitsrecht stünde damit alternativ neben dem internen Sachrecht der Mitgliedstaaten. Eine vollständige Angleichung der Vorschriften des materiellen Familienrechts wäre somit zunächst entbehrlich.
Sophie Dannecker
Die Grenzen der elterlichen Sorge bei der Veröffentlichung von Bildern und Videos des eigenen Kindes in sozialen Netzwerken und auf Video-Sharing-Plattformen
(2024)
Daniela Schröder
Die Rechtsstellung des Kindes im Wechselmodell. Ein Rechtsvergleich mit der alternierenden Obhut in der Schweiz
(2022)
Anja Timmermann
Vermögensrechtliche Ausgleichsansprüche bei Scheidung einer Unternehmerehe in Deutschland und Italien
(2021)
Stefanie Hösel
Grenzüberschreitende Leihmutterschaft als Herausforderung im Internationalen Privat- und Verfahrensrecht
(2020)
Anna Larissa Tonn
Das rechtliche Spannungsverhältnis zwischen Ehe und Betreuung
(2019)
Katharina Kaesling
Nacheheliche Verantwortung in Frankreich und Deutschland
(2017)
Luise Hauschild
Die Bewertung börsennotierter Aktien bei der Berechnung von Pflichtteils- und Zugewinnausgleichsansprüchen
(2015)
Britta Nietfeld
Mediation als Verfahren der konsensualen Konfliktbeilegung bei Trennung und Scheidung
(2015)
Gianna Velte
Die postmortale Befruchtung im deutschen und spanischen Recht
(2014)
Alexandra Maschwitz
Die Form der Eheschließung
(2013)
Jan Christian Seevogel
Der Wahlgüterstand der Gütertrennung für die Europäische Ehe
(2011)
Thomas Spernat
Die gleichgeschlechtliche Ehe im Internationalen Privatrecht unter besonderer Berücksichtigung des Einflusses des EG-Vertrages
(2011)
Marcel Kremer
Das Prinzip der familiären Solidarität im Unterhaltsrecht des BGB – mit Schwerpunkt nachehelicher Unterhalt
(2010)
Oliver Bärenz
Der zwischenzeitliche Zugewinnausgleich
(2010)
Claudia Ramser
Grenzüberschreitende Vorsorgevollmachten in Europa im Licht des Haager Übereinkommens über den Internationalen Schutz von Erwachsenen vom 13. Januar 2000
(2010)
Eike Wiemer
Inhaltskontrolle von Eheverträgen
(2007)
Philipp Schweitzer
Die Vollstreckung von Umgangsregelungen
(2007)
Stefanie Plötzgen
Das Umgangsrecht von "Nicht-Eltern"
(2005)