Professor Dr. iur. Christian Koenig, LL.M. (LSE)

Jahrgang 1961, ist seit dem 1. April 1999 Direktor am Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI) und Mitglied der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Bonn.

Er studierte von 1980 bis 1985 Rechtswissenschaften in Berlin und Mainz und erwarb im Jahre 1986 den Master of Laws an der London School of Economics (LSE). Nach seiner Promotion zum Dr. iur. im Jahre 1988 legte er 1991 das Zweite Juristische Staatsexamen ab. Danach arbeitete er kurz in einer internationalen Anwaltssozietät. Seine Habilitation vollendete er im Jahre 1993 an der Philipps-Universität Marburg. Nach seinem Ruf an die Johannes-Gutenberg-Universität Mainz wurde er 1995 ordentlicher Professor am Fachbereich Rechtswissenschaften der Philipps-Universität Marburg, bevor er 1999 sein Amt an der Universität Bonn antrat.

Die Lehr- und Forschungsschwerpunkte von Christian Koenig umfassen das Recht des EU-Binnenmarktes, das Allgemeine Verwaltungsrecht, das Wirtschaftsverwaltungsrecht, das EU-Wettbewerbsrecht sowie das Regulierungsrecht der Netzwirtschaften. Das ZEI bietet einen englischsprachigen interdisziplinären Masterstudiengang der Universität Bonn mit dem Schwerpunkt "European Governance & Regulation" an.

Seine Veröffentlichungen, Forschungsprojekte sowie rechtswissenschaftlichen Gutachtertätigkeiten befassen sich schwerpunktmäßig mit dem Recht des EU-Binnenmarktes, dem EU-Wettbewerbsrecht, insbesondere Beihilfen- und Vergaberecht, dem Recht der Infrastrukturförderung, dem Telekommunikationsrecht, dem Energierecht, dem Postrecht, dem Glücksspielrecht, dem Stoffrecht (u. a. Pflanzenschutzmittelrecht) sowie dem Gesundheits- und Arzneimittelrecht. Dabei stehen oft komplexe Regulierungsfragen im Zentrum der Expertise, die vor allem ein interdisziplinäres Verständnis für (wirtschafts-)wissenschaftliche Nachbardisziplinen verlangen.