Drittmittelprojekte
Hier finden Sie die aktuellen sowie zurückliegenden Drittmittelprojekte des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, Recht der Datenwirtschaft, des Datenschutzes, der Digitalisierung und der Künstlichen Intelligenz. Nähere Informationen zu einzelnen Projekten von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) können Sie in den Verlinkungen finden.
BMBF-Projekt "BridgeUp"
Das Projekt Bridge-Up erforscht Konzepte und entwickelt Lösungen für eine benutzerfreundliche und rechtskonforme Umsetzung von Datengeberrechten und Datentreuhänderpflichten als Grundlage für eine selbstbestimmte Partizipation der Datengeber an Treuhandmodellen.
Das Projekt erzeugt dazu zwei technische Bausteine (Anwendungsfälle und (Daten-) Nutzerschnittstellen; Technische Umsetzung) und zwei rechtliche Bausteine (Rechtsbewertung und -einordnung; Dokumentenvorlagen), welche eng miteinander verzahnt sind.
Bei den in Bridge-Up ins Auge gefassten Datentreuhandmodellen steht die Vermittlung schützenswerter Daten im Fokus. Dabei ist es essenziell, dass die Datentreuhänder ihren gesetzlichen Verpflichtungen nachkommen und den Datengebern gewisse Rechte einräumen. Besonders berücksichtigt werden soll dabei zum einen die Einhaltung des Datenschutzrechts und des Data Governance Acts, andererseits die Herstellung eines angemessenen Schutzniveaus für Geschäftsgeheimnisse.
BMBF-Projekt "PRiME"
Das Vorhaben zielt darauf ab, die Privatheit von Bürger:innen im Metaversum zu fördern. Hierfür werden Benutzerschnittstellen und Bewertungsmetriken für den Schutz der Privatsphäre entwickelt und Gestaltungs- und Entwicklungsprozesse zur Einbindung von Nutzer:innenerwartungen zu und im Metaversum erforscht.
Das Metaversum ist in jüngster Zeit als zentrale Idee für die nächste Entwicklungsstufe in der Öffentlichkeit angekommen. Zwar beinhaltet das Metaversum einerseits ein gewaltiges ökonomisches Potenzial. Andererseits bringt es jedoch auch neuartige Gefahren für die Privatsphäre der Nutzer:innen mit sich. Als Privatsphäre wird dabei im Kontext dieses Vorhabens der gesamte Bereich des Schutzes der persönlichen Eigensphäre verstanden, der über die Ausprägungen des Allgemeinen Persönlichkeitsrechts sowie den Datenschutz erfasst wird. Anstatt der unkontrollierten Verbreitung des Metaversums tatenlos zuzusehen, verfolgt das Vorhaben das Gesamtziel, in der Frühphase der technischen Entwicklung, im Forschungsprozess selbst sowie im Anschluss an das Vorhaben Bürger:innen einen informierten Diskurs über die Chancen sowie Risiken der Nutzung von Metaverse-Plattformen für ihre Privatheit und Selbstbestimmung zu ermöglichen. Die Universität Bonn untersucht im Rahmen des Vorhabens insbesondere die Frage, ob und wie eine Grundrechtsausübung durch Avatare möglich ist und wie Plattformen zu gestalten sind, um die Ausübung von Persönlichkeitesrechten durch Avatare oder die dahinterstehenden natürlichen Personen effektiv zu ermöglichen.
DFG-Projekt "From Smart Technologies to Smart Consumer Laws: Comparative Perspectives from Germany and the United Kingdom"
Smartphones, Tablets oder auch sogenannte Wearables, die am Körper getragen werden und zum Beispiel die Schrittzahlen oder den Kalorienverbrauch messen, sind aus dem Alltag vieler Menschen nicht mehr wegzudenken. All diese Geräte sind Teil des Internets der Dinge (engl.: Internet of Things) – einer sozio-technologischen Realität, die immer weiter ins Blickfeld der Gesetzgebung rückt. In einem neuen Projekt befassen sich Forschende der Universitäten Bonn, Osnabrück, Stirling und Warwick (beide UK) mit der Frage, wie Verbraucher bei der Nutzung smarter Geräte besser geschützt werden können. Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) als „weltweit führend“ bezeichnete Projekt ist auf eine Laufzeit von drei Jahren angelegt und umfasst ein gesamtes Fördervolumen von rund 650.000 Euro.
Start-Up Transfer.NRW "Datapods"
Am Lehrstuhl wird das vom Land NRW und der EU geförderte Gründungsprojekt 'Datapods' durchgeführt. Datapods widmet sich der Entwicklung eines Datentreuhändermodells in Form einer PIMS-Applikation.
Personenbezogene Daten liegen derzeit überall im Internet verstreut auf den Servern verschiedener Plattformen wie Google oder Facebook. Obwohl den Nutzer:innen laut DSGVO ein Recht auf die Verwaltung ihrer Daten zusteht, gestaltet sich dies in der Praxis als äußerst kompliziert. Oft sind die Daten nur schwer zugänglich und die Optionen zum Abfragen, Löschen oder Korrigieren verbergen sich hinter komplizierten Kontaktformularen und können mehrere Tage in Anspruch nehmen.
Datapods will dies ändern. Im Forschungsvorhaben wird ein Datentreuhändermodell erprobt, welches den einfachen Austausch von persönlichen Daten zwischen datenhaltenden Unternehmen und Nutzer:innen ermöglichen soll. Die Datapods-App funktioniert dabei als eine Art Datencockpit, welches es Nutzer:innen ermöglicht, ihre Daten automatisch anzufragen, zu visualisieren und auf Wunsch löschen zu lassen.
Zu der Website der Datapods
Abgeschlossene Drittmittelprojekte
BMBF-Projekt "DaRe"
GesundheitsDAtentreuhand-REallabor zur Entwicklung und Erprobung der Ökosystemintegration datengetriebener Gesundheitsforschung - DaRe; Teilvorhaben:Rechtliche und organisationelle Modellierung und Evaluation"
Das Projekt wurde vom BMBF gefördert und im Verbund mit der Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V. durchgeführt:
Projektlaufzeit: Februar 2022 - Januar 2025
Förderkennzeichen: 16DTM105B