Universität Bonn

Fachbereich Rechtswissenschaft

08. September 2026

Pastiche als künstlerischer oder kreativer Dialog Pastiche als künstlerischer oder kreativer Dialog - Aufsatz von Benjamin Raue

Zugleich Besprechung von EuGH, Urteil vom 14.4.2026

Pastiche als künstlerischer oder kreativer Dialog
Pastiche als künstlerischer oder kreativer Dialog - Zugleich Besprechung von EuGH, Urteil vom 14.4.2026 © ZUM
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In seinem Beitrag „Pastiche als künstlerischer oder kreativer Dialog" bespricht Benjamin Raue das Pelham-Urteil der Großen Kammer des EuGH vom 14.4.2026 (C-590/23), mit dem der Gerichtshof erstmals unionsrechtliche Konturen der Pastiche-Schranke (Art. 5 Abs. 3 lit. k InfoSoc-RL) zeichnet. Der Beitrag entwickelt aus der Entscheidung einen Definitionsvorschlag – Pastiche als erkennbare, wahrnehmbar veränderte Übernahme schöpferischer Elemente im Rahmen eines künstlerischen oder kommunikativen Dialogs mit dem Werk – und ordnet die weiteren Anforderungen des EuGH (Interessenabwägung, kunstspezifische Betrachtung, Erforderlichkeit der Übernahme) ein. Benjamin Raue liest das Urteil als ausgleichenden Auftakt: Es setzt der Kunstfreiheit Grenzen durch die berechtigten Interessen der Urheber, kann aber als Einzelurteil bei einem so komplexen Themenkomplex keine abschließende Rechtssicherheit schaffen. Es überlässt die genaue Grenzziehung einem fortlaufenden Dialog zwischen mitgliedstaatlichen Gerichten und EuGH. Erschienen in ZUM 2026, 569 (Link €: https://beck-online.beck.de/Bcid/Y-300-Z-ZUM-B-2026-S-569-N-1)

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