Rücktritt von Prüfungen

Beim Rücktritt von Prüfungen ist zwischen einem Rücktritt innerhalb des An-/Abmeldezeitraums (Abmeldung) und einem Rücktritt nach Ablauf des An-/Abmeldezeitraums - z.B. wegen einer Erkrankung oder einem sonstigen triftigen Grund - zu unterscheiden (Rücktritt).

Abmeldung

Studierende können sich ohne Angabe von Gründen bis zum Ende des jeweiligen An-/Abmeldezeitraums von bereits angemeldeten Prüfungen elektronisch abmelden.

Prüfungsrücktritt

Im Fall eines Prüfungsrücktrittes aus triftigem Grund (Entschuldigungsgrund) muss der Prüfling

  1. den Rücktritt unverzüglich und eindeutig und unbedingt erklären sowie rechtzeitig die förmliche Anerkennung eines triftigen Grundes beantragen (mit Formular 1., siehe unten) und
  2. unverzüglich den triftigen Grund für den Rücktritt darlegen und alle notwendigen Nachweise des triftigen Grundes beibringen (mit Formular 2., siehe unten).

Erfolgt ein Rücktritt von einer Klausur aus gesundheitlichen Gründen nach Antritt der Prüfung und Ausgabe der Aufgabenstellung , so ist es unerlässlich, dass der Prüfling zur Feststellung der Prüfungsunfähigkeit noch am selben Tag einen Arzt konsultiert, ggf. ist der ärztliche Bereitschaftsdienst/Notfalldienst aufzusuchen.

Um Ihnen die Erklärung des Rücktritts und das Einholen eines Attestes zu erleichtern, stellen wird Ihnen hierfür die folgenden beiden Formulare zur Verfügung:

Ab sofort ist eine ärztliche Bescheinigung über das Bestehen der Prüfungsunfähigkeit ausreichend. Die Vorlage einer Bescheinigung, die  Befundtatsachen oder eine Diagnose enthält, ist nicht mehr notwendig.

Bitte beachten Sie aber, dass eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung („gelber Schein") nicht genügt.

Entscheidend ist nicht die Nutzung der Formblätter, sondern dass dem Prüfungsamt unverzüglich schriftlich die erforderlichen Angaben gemacht werden. Durch die Nutzung der Formulare können Sie jedoch sicherstellen, dass die Rücktrittserklärung und die ärztliche Bescheinigung alle notwendigen Angaben enthält.

Falls die ärztliche Bescheinigung nicht sofort zu erhalten ist: bitte dennoch

  1. sofort Antrag stellen
  2. ärztliche Bescheinigung unverzüglich nachreichen

Zum weiteren Ablauf des Verfahrens

Sie werden vom Prüfungsamt über die Anerkennung eines Entschuldigungsgrundes benachrichtigt.

Wird ein entschuldigter Rücktritt nicht genehmigt, läuft das Prüfungsverfahren regulär weiter und Sie erhalten über die Ablehnung des Rücktritts einen Bescheid des Prüfungsausschusses per Post.
Sollte keine Püfungsleistung (fristgerecht) erbracht/eingereicht worden sein, wird die Prüfung nach den allgemeinen Grundsätzen als "ungenügend (0 Punkte)“ bewertet (unentschuldigtes Fernbleiben).

Zeitnah nach vollständigem Eingang Ihrer Unterlagen können Sie dem elektronischen Studierendenportal unter basis.uni-bonn.de entnehmen, ob der entschuldigte Rücktritt korrekt verbucht wurde. Die Prüfungsleistung wird in Ihrem Studienkonto aus technischen Gründen als „nicht bestanden“ angezeigt. Unter der Ansicht „Notenspiegel“ können Sie sich vergewissern, dass der berechtigte Rücktritt mit Attest (AT) verbucht wurde.

Weitere (vertiefende) Hinweise zum Rücktritt von Prüfungen

Der Rücktritt muss dem Prüfungsamt zum frühestmöglichen zumutbaren Zeitpunkt (ohne schuldhaftes Zögern) in Textform angezeigt werden.
Die für den Rücktritt oder für ein Versäumnis geltend gemachten Gründe müssen im Rahmen eines Antrags auf Anerkennung eines triftigen Grundes (Entschuldigungsgrund) unverzüglich schriftlich glaubhaft gemacht werden.
Jede weitere Verzögerung führt grundsätzlich zur Ablehnung des Antrags, sofern diese nicht Ihrerseits besonders entschuldigt ist.
Erfolgt ein Rücktritt von einer Klausur aus gesundheitlichen Gründen nach Antritt der Prüfung und Ausgabe der Aufgabenstellung, so ist zur Feststellung der Prüfungsunfähigkeit noch am selben Tag ein Arzt zu konsultieren, ggf. ist der ärztliche Bereitschaftsdienst/Notfalldienst aufzusuchen.
Ein Rücktritt nach dem Antritt der Prüfung ist grundsätzlich ausgeschlossen, wenn der Prüfling das Ergebnis der Prüfung bereits in dem elektronischen Prüfungsportal einsehen kann oder auf anderem Wege Kenntnis davon erlangt hat.

Zur Prüfungsunfähigkeit

Aus gesundheitlichen Gründen prüfungsunfähig ist, wessen Leistungsfähigkeit durch erhebliche gesundheitliche Beschwerden physischer oder psychischer Art so beeinträchtigt ist, dass sie/er in einer Prüfungsleistung ihre/seine fachlichen Kenntnisse und Fähigkeiten nicht nachweisen kann – typischerweise durch eine akute, vorübergehende Beeinträchtigung des Gesundheitszustandes.
Ist sie nicht vorübergehend, rechtfertigt sie keinen Rücktritt von der Prüfung, weil in diesem Fall auch bei einem Rücktritt und Neuansetzen der Prüfung keine bessere Situation für die Kandidatin oder den Kandidaten entsteht.
Die Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit durch Prüfungsangst oder Prüfungsstress führt grundsätzlich nicht zu einer rechtlich beachtlichen Prüfungsunfähigkeit, anders ist es, wenn die Schwelle zu einer psychischen Erkrankung überschritten ist. Die Fähigkeit, Prüfungsangst zu beherrschen oder ausgleichen zu können, wird in der Prüfung erwartet.