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Schwerpunktbereich XII: Kriminalwissenschaften

Anforderungsprofil der Student:innen

Mit dem Schwerpunktbereich werden Studierende angesprochen, die Interesse an einer späteren Tätigkeit auf den weit gefächerten Gebieten des Strafrechts haben. Besondere Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Erwartet wird neben der Freude an der strafrechtlichen Fallprüfung mit ihrer systematischen Stringenz auch die Bereitschaft, sich mit den realen Bedingungen von Kriminalität, Kriminalpolitik und Normanwendung sowie den Methoden ihrer Erforschung zu befassen. Die Besonderheit und zugleich der Reiz des Schwerpunktbereichs „Kriminalwissenschaften“ liegt darin, dass er die Breite der zum wissenschaftlichen Verständnis der gesamten Strafrechtspflege notwendigen normativen und rechtstatsächlichen Fächer repräsentiert und damit zu einer eigenständigen Betrachtung des Kriminalrechts und seiner Praxis befähigt.

Thematische und systematische Ausrichtung des Schwerpunkts

Das Lehrangebot gliedert sich in drei Bereiche: Vorlesungen, in denen die strafrechtlichen Pflichtfächer (AT, BT und StPO) vertieft werden; Vorlesungen zu den besonderen Materien Internationales, Europäisches und Völkerstrafrecht, Wirtschaftsstrafrecht, Sexualstrafrecht und Medizinstrafrecht und Vorlesungen zur Kriminologie und den von ihr in spezifischer Weise berührten Fächern Sanktionenrecht, Jugendstrafrecht, Strafvollzug sowie die vom Institut für Psychologie der Universität Bonn angebotene Vorlesung Rechtspsychologie für Juristen.

Besonderheiten im Aufbau des Schwerpunktstudiums

Das Vorlesungsangebot deckt das breite Fächerspektrum ab, so dass Studierende nach ihren Präferenzen eigene Schwerpunkte im Schwerpunktbereich Kriminalwissenschaften setzen können. Im Kernbereich werden die Vorlesungen Internationales und Europäisches Strafrecht I, Jugendstrafrecht, Kriminologie I, Sanktionen, Völkerstrafrecht und Wirtschaftsstrafrecht angeboten. Im Wahlbereich stehen neben Vertiefungsveranstaltungen wie etwa Internationales und Europäisches Strafrecht II, Kriminologie II oder Völkerstrafrecht in der deutschen Praxis die Vorlesungen Medizinstrafrecht, Rechtspsychologie, Sexualstrafrecht, Strafrechtsvergleichung und Strafvollzug zur Auswahl. Für sämtliche Vorlesungen werden Abschlussklausuren angeboten. Hinzukommt ein Seminarangebot, das Studierenden die Möglichkeit eröffnet, das Schwerpunktbereichsstudium innerhalb von zwei Semestern abzuschließen.

Berufsmöglichkeiten

Die Spezialisierung auf dem Gebiet Kriminalwissenschaften bietet interessante Berufschancen nicht nur in den klassischen Berufsfeldern des Strafrichters / der Strafrichterin, des Staatsanwaltes / der Staatsanwältin und des Strafverteidigers / der Strafverteidigerin, sondern auch im Strafvollzug, beim Bundeskriminalamt, den Landeskriminalämtern, dem Verfassungsschutz, in Ministerien, Forschungseinrichtungen und Verbänden.

Merkmale und Eckdaten zum Schwerpunkt

In den Vorlesungen und Seminaren wird Wert auf Praxiseinblicke durch die Beteiligung von Strafrechtspraktikern und Exkursionen gelegt. Die intensivste Betreuung erfolgt in den Seminaren, die Abschlussklausuren werden in der Regel durch die Besprechung früherer Aufgabenstellungen vorbereitet. Pro Studienjahr entscheiden sich rund 50 Studierende für den Schwerpunktbereich „Kriminalwissenschaften“; der Notendurchschnitt lag zuletzt bei 8,8 Punkten (Angaben aus dem Studienjahr 2023/2024). Die Auswahl eines Schwerpunktbereichs sollte aber nicht durch den Blick auf Notenstatistiken, sondern durch die eigenen Vorlieben bestimmt werden. Denn letztlich ist das Interesse am Fach und nicht das Schielen nach Punkten oder (vermeintlichen) Marktbedürfnissen der beste Garant für ein befriedigendes und erfolgreiches Studium.

Verantwortlicher Schwerpunktkoordinator

Verantwortlicher Schwerpunktkoordinator ist Prof. Dr. Torsten Verrel.

Ansprechpartner:innen

Fragen zu den einzelnen Vorlesungsinhalten und Prüfungsthemen beantworten die jeweiligen Dozenten/Dozentinnen. Für Informationen zum Schwerpunkt insgesamt wenden Sie sich bitte an den Schwerpunktkoordinator Prof. Dr. Torsten Verrel.

Für alle weiteren Fragen steht Ihnen die Fachstudienberatung zur Verfügung.

 

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