Forschungsprojekt

„Die europäische Ehe - Konsensuale und alternative Konfliktlösungen für transnationale Partnerschaften“ 

Ziel des Forschungsprojekts ist es, mit dem neuen Rechtsinstitut der Europäischen Ehe einen Beitrag zu leisten, konsensuale Konfliktlösungen in transnationalen Partnerschaften zu fördern. Scheidungs- und Scheidungsfolgenrecht als Kernstück des Optionsmodells sind nicht nur in materiellrechtlicher, sondern auch in verfahrensrechtlicher Hinsicht so auszugestalten, dass einvernehmliche Regelungen in allen Phasen des familiären Konflikts begünstigt werden: Es muss frühzeitig auf eine möglichst umfassende Einigung über die Scheidungsfolgen hingewirkt, Vereinbarungen über Scheidungsfolgen müssen grenzüberschreitend anerkannt und durchgesetzt sowie bei Änderung der Verhältnisse unter Umständen angepasst werden können. Eine zentrale Funktion kommt hierbei nach Umsetzung der Mediationsrichtlinie der Implementation von Mediationsverfahren zu. Ferner könnte die Eröffnung von Schiedsgerichtsverfahren hinsichtlich bestimmter Scheidungsfolgen den Bedürfnissen transnationaler Paare vor allem in komplexeren Verfahren Rechnung tragen. Ziel der geplanten rechtsvergleichenden Arbeiten zum Scheidungsverfahren sowie zu Mediation und Schiedsgerichtsbarkeit in Familiensachen ist zudem, allgemein die Möglichkeiten auszuloten, die alternative Mechanismen der Konfliktlösung in familiären Streitigkeiten und insbesondere in grenzüberschreitenden Konflikten bieten.

 

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