Forschungsprojekt

„Familienrechtliche Ausgleichssysteme nach Scheidung und Trennung“

Förderung durch die Fritz Thyssen Stiftung von 2008-2009

Ziel des Forschungsprojekts ist es, neue familienrechtliche Ausgleichssysteme für den Fall der Scheidung oder Trennung zu entwickeln, die der gewandelten Lebenswirklichkeit besser gerecht werden. Das geltende deutsche Recht kennt im Wesentlichen Unterhalt, Zugewinn- und Versorgungsausgleich als Instrumente, die bei Scheidung einer Ehe einen vermögensrechtlichen Ausgleich erlauben. Nach Trennung eines unverheirateten Paars gewährt das geltende Recht dagegen selbst dann keine vergleichbaren Ansprüche, wenn dieses mit gemeinsamen Kindern zusammen gelebt hat. Die bestehenden Ausgleichssysteme lassen eine kohärente Konzeption vermissen. Vor allem aber tragen sie den veränderten gesellschaftlichen Verhältnissen nicht mehr hinreichend Rechnung. Viele ausländische Rechtsordnungen sehen heute grundlegend andere Ausgleichsinstrumente bei Scheidung oder Trennung vor, die dem verbreitet zu verzeichnenden Wandel der familialen Lebensformen und Aufgabenverteilungen eher gerecht werden. Auf der Grundlage einer rechtsvergleichenden Analyse soll ein neues Instrumentarium des familienrechtlichen Ausgleichs entwickelt werden, das nicht nur den gegenwärtigen gesellschaftlichen Verhältnissen in Deutschland besser entspricht, sondern auch angesichts künftiger Veränderungen sachgerechte Lösungen ermöglicht.

 

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